„Daredevil: Born Again“ Podcast, „Der Leopard“ und „1923“

Lange Pausen sind wir bei Serien mittlerweile gewohnt, aber die Fans von Netflix‘ „Daredevil“ wurden besonders lange hingehalten. Vor 10 Jahren debütierte die Marvel-Serie mit Charlie Cox bei dem Streamer, 2018 wurde sie dann aus Rechtegründen abgesetzt. Nun erweckt Disney+ die Serie und ihre (Anti-)Helden als „Daredevil: Born Again“ (4:10) zu neuem Leben – was allerdings nicht ohne Probleme geschah. Ein gefeuerter Showrunner und eine komplette Neuausrichtung später sind jetzt die ersten 9 der 18 Folgen zu sehen. Hat sich das auf die Qualität ausgewirkt? Das versuchen Holger, Michael und Rüdiger anhand der ersten zwei Folgen zu diskutieren. Danach geht es um die opulente Netflix-Miniserie „Der Leopard“ (33:00), die nach mehr als 60 Jahren den gefeierten Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa neu verfilmt. Kann das funktionieren wenn man nicht Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon vor sowie Luchino Visconti hinter der Kamera zur Verfügung hat? Zum Abschluss geht es dann um „1923“ (1:00:30), schließlich ist wieder Freitag, was bedeutet, dass Taylor Sheridan eine neue Serienstaffel für Paramount+ fertig geschrieben und gedreht hat. Die ersten beiden neuen Folgen haben zwar Harrison Ford, Helen Mirren, einen Berglöwen und einen Wolf zu bieten, aber haben sie auch was zu erzählen? Da sind wir uns bisher noch nicht ganz sicher.

Cold-Open-Frage: „Wen würden wir gerne in der ,Crazy Rich Asians‘-Serie sehen?“

„Toxic Town“ Podcast, „A Thousand Blows“ und „Running Point“

Drei neuen Serien, die sich mal mehr, mal weniger an wahren Begebenheiten entlanghangeln, haben sich Holger und Rüdiger in dieser Woche vorgenommen. Mit der Disney-Serie „A Thousand Blows“ (5:11) beschäftigt sich „Peaky Blinders“-Macher Steven Knight mit einer historischen Gang-Serie, wechselt aber von Birmingham nach London wo die Geschichte der realen weiblichen Diebesbande „Forty Elephants“ mit einer Zeitenwende im Boxsport kollidiert, der vom Hinterzimmer-Faustkampf zum Gentlemansport mit Boxhandschuhen übergeht. Kann der Sechsteiler, dessen zweite Staffel bereits abgedreht ist, überzeugen? Sportlich geht es auch in „Running Point“ (53:28) zu, dem neuesten Netflix-Versuch ein Comedyformat auf dem Streamingdienst zu etablieren. Ist die von der Los-Angeles-Lakers-Besitzerin Jeanie Buss angestoßene und inspirierte Serie mit Kate Hudson titelverdächtig? Oder ist sie ähnlich ärgerlich wie der Luka-Doncic-Trade der Dallas Mavericks? Und schließlich beschäftigt sich der Netflix-Vierteiler „Toxic Town“ (32:27) mit einem wahren Umweltskandal aus England, der zu zahlreichen Missbildungen bei Kindern führte und die betroffenen Mütter aus Corby (gespielt von Jodie Whittaker, Aimee Lou Wood und Claudie Jessie) auf einen jahrelangen Kampf für Gerechtigkeit und Entschädigung führte.

„Zero Day“ Podcast und „Reacher: Staffel 3“

Robert DeNiro, Jesse Plemons, Joan Allen, Connie Britton und viele mehr: Selten wartete eine Serie mit einer prominenteren Besetzung auf als der Politthriller „Zero Day“ (3:54). Die Netflix-Miniserie von „Narcos“-Macher Eric Newman erzählt von den USA, die nach einer terroristischen Bedrohung einen verehrten Ex-Präsidenten als Chef einer Untersuchungskommission einsetzen. Resultat ist ein Sechsteiler, der teilweise versucht, sich von der aktuellen Realität zu lösen, sich teilweise aber auch extrem an momentane Polit-Archetypen wie Joe Biden, Tucker Carlson und anderen ranhängt. Ist so eine Serie im aktuellen politischen Klima eine Bereicherung oder eine Gefahr? Und vor allen Dingen: Ist das ganze spannend? Darüber diskutieren Michael und Rüdiger mit Holger als neutralem Beobachter. Zu dritt sprechen sie anschließend über die dritte Staffel des Amazon-Hits „Reacher“ (28:26), die sich dieses Mal den siebten Roman der Lee-Childs-Reihe vorgenommen hat. Knüpft sie damit wieder an die bessere erste Staffel an? Hat Alan Ritchson endlich gelernt, zu schauspielern? Und was macht der Junge aus den John-Hughes-Filmen da als Gegenspieler? Genug Fragen für eine angeregte Diskussionsrunde.

Cold-Open-Frage: „Wen würden wir in True Detective: Staffel 5 besetzen?“

„Die Åre-Morde“ Podcast, „Lockerbie“ und „Generation Z“

Die Grippe-Welle hat auch vor uns leider nicht Halt gemacht, sodass Holger und Rüdiger in dieser Woche leider remote sprechen mussten. Und weil schon Fußball-Philosoph Andreas Brehme wusste: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, gab es dazu noch technische Probleme, sodass die Tonqualität diese Woche etwas suboptimal ist. Suboptimal gilt auch für die neue Zombie-Serie „Generation Z“ (47:05) bei ZDFneo, die wir daher nur kurz am Ende besprechen. Zuvor geht es um die aktuell beliebteste Netflix-Serie „Die Åre-Morde“ (4:30) nach Romanen von Vivika Sten, die in der ersten Staffel gleich zwei Bücher nacheinander abhandelt. Die literarischen Vorlagen hätte Holger am liebsten mit zahlreichen Anmerkungen zurück an die Autorin gegeben, aber schlägt sich die Serie besser? Anschließend holen wir die Wow-Serie „Lockerbie: A Search for Truth“ (24:47) nach, die nicht ohne Grund einen unbestimmten Artikel im Titel trägt. Denn die von Jim Sheridan produzierte Miniserie mit Colin Firth in der Hauptrolle ist alles andere als ein objektiver Blick auf den feigen Terroranschlag, der im Dezember 1988 270 Menschenleben kostete. Ist sie trotzdem gut?

Cold-Open-Frage: „In welche Serie haben wir uns aktuell verliebt?“

„Cassandra“ Podcast, „Apple Cider Vinegar“ und „Rebus“

Mit „Cassandra“ (5:21) bringt Netflix das nächste deutsche Netflix-Original an den Start. In dem retrofuturistischen Sci-Fi-Thriller stößt eine Familie auf ein Smart Home aus den 1970ern, dessen titelgebender Avatar schnell ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Eine coole Idee, die man aus deutschen Landen nur selten bekommt, finden Michael und Rüdiger. Doch wie zufrieden sind sie mit der Umsetzung? Mit „Apple Cider Vinegar“ (27:07) bewegt sich Netflix dagegen auf vertrauten Bahnen. Die australische Miniserie dröselt im Fahrwasser von „Inventing Anna“ und „The Dropout“ einen echten Hochstapler-Skandal aus. Selten war es jedoch perfider, denn Belle Gibson (Kaitlyn Dever) gab vor, einen Hirntumor zu haben und nahm mit ihren angeblichen alternativen Heilmethode Menschen aus, die wirklich totkrank waren. Kann man sich so etwas ansehen? Zum Ende der Folge stößt schließlich noch Holger hinzu, um über „Rebus“ (49:11) bei Magenta TV zu reden. Ein Brit-Krimi aus Skandinavien basierend auf der seit mehr als 40 Jahren laufenden Krimireihe von Sir Ian Rankin, die bereits vor 20 Jahren als Serie verfilmt und für ihre Besetzung von John Hannah kritisiert wurde. Ist Rankings Namensvetter Richard eine bessere Wahl als harter Edinburgh-Cop?

Cold-Open-Frage: „Was halten wir vom angedachten ,Buffy‘-Reboot“?


„Paradise“ Podcast, „American Primeval“, „The Night Agent“, „Whiskey on the Rocks“ und „Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft“

In dieser Woche holen Michael und Rüdiger wie versprochen zwei Netflix-Serien aus den vergangenen Wochen noch. Zum einen den Western „American Primeval“ (22:29) über ein vergessenes Kapitel US-Geschichte, das Mormone, Indigene und das US-Militär auf Konfrontationskurs brachte, zum anderen die zweite Staffel des Megahits „The Night Agent“ (39:53). Kann der Actionhit um einen jungen Agenten und eine Zivilisten an die Qualität und den Erfolg der erste zehn Folgen aus dem Jahr 2023 anknüpfen? Im Bereich Politthriller spielt auch „Paradise“ (3:44) von Disney+ wobei Rüdiger hier auch Parallelen zu „This Is Us“ entdeckt haben will – nicht nur, weil es mit Dan Fogelman als Showrunner und Sterling K. Brown als Hauptdarsteller zwei personelle Überschneidungen gibt. Auch wenn wir bei unserer Diskussion aus Spoilergründen einen wichtigen Handlungspunkt ausklammern müssen, versuchen wir zu erklären, warum es der erste Überraschungshit des Jahres werden könnte. Haben dazu auch die anderen zwei Disney-Neustarts der Woche das Potenzial? Zum einen die schwedische Politsatire „Whiskey on the Rocks“ (58:35), die aus Ronald Reagan und Leonid Breschnew zwei historische Witzfiguren macht, zum anderen die neueste Marvel-Animationsserie „Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft“ (1:10:28)

Cold-Open-Frage: „Wer könnte im Netflix-Reboot von ,Unsere kleine Farm‘ die Hauptrollen spielen?“

„Severance“ Podcast zur zweiten Staffel

Als wir nach Euren besten Serien des Jahres 2022 gefragt haben, belegte „Severance“ (3:58) mit deutlichem Abstand den ersten Platz. Fast drei Jahre hat es gedauert, bis der Cliffhanger mit den neuen Folgen endlich aufgelöst wird. Oder doch nicht? Zum Auftakt der zweiten Staffel des Workplacesatirethrillers von Apple TV+ sprechen Michael und Rüdiger über eine kühne erste Folge, die alle Erwartungen unterwandert, den Erfolg oder Misserfolg avantgardistischer Anleihen, die neuen Stars vor der Kamera sowie einen zu Beginn schmerzhaft vermissten und natürlich, ob die ersten sechs der zehn neuen Folgen die hohe Qualität der ersten Staffel halten können. Zudem diskutieren sie die visuellen Qualitäten der Serie und überlegen, welche Fragen die Staffel dringend beantworten sollte.

Cold-Open-Frage: „Wer sollte in der zweiten Staffel von ,Shogun‘ mitspielen?“

„Loki“ Podcast, „Lupin“ und ein „Ahsoka“-Fazit

Nach Star Wars kommt Marvel bei Disney+. Wir rekapitulieren „Ahsoka“ und blicken voraus auf „Loki“. Dazu die neue Staffel von „Lupin“

Die besten Serien des dritten Quartals 2023 + „Gen V“

Im dritten Quartal 2023 fiel es Michael und Rüdiger schwer, die besten Serien des Quartals auszumachen – kann sich „Gen V“ noch draud retten?

„The Continental“ Podcast und „Sex Education“

„The Continental“ macht „John Wick“ zur Serie. Hält auch die Qualität? Und wie ist das Finale von „Sex Education“ geworden?

Scroll to top